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Neues vom Glockenbrunnen

ab 24 Juli 2009 erhalten Sie unser Bioglöckchen
im 6- Pack oder in Flaschen. Wir freuen uns nach
einjährigem Bestehen Ihnen unsere Biere für zu Hause
liefern zu können. Beachten Sie bitte unsere Eröffnungsangebote. 

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Zu Gast bei Ministerpräsident Oettinger

anlässlich des Koalitions Sommerfestes am 22.07.2008 durften wir unsere Biere in der
Villa Reitzenstein Herrn Ministerpräsident Oettinger vorstellen.
von rechts: Staatssekretärin Siglinde Gurr Hirsch, Ministerpräsident Oettinger,
Sandra Blumowski, Uwe Kuhn

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von Simon Gajer, Heilbronner Stimme

Der Biermarkt im Kraichgau gerät in Bewegung: Waren einst nur Palmbräu (Eppingen), Häffner Bräu
(Bad Rappenau) und die Adlerbrauerei (Zuzenhausen) auf dem Markt, verkauft die Götz GmbH
(Eppingen) Biere ihrer Eigenmarke. In Sulzfeld braut der Badische Hof und in Berwangen Uwe Kuhn
je eigenes Bier.

Heilbronner Stimme

Kirchardt - Brummt die Glocke dir, dann trink ein Glockenbrunnen Bier. Der Spruch, mit dem Uwe
 Kuhn sein Biobier vermarkten will, steht schon fest. Jetzt muss nur noch das Sudhaus her, und
dann kann der 38- jährige Geschäftsführer der Firma Erdbau Kuhn endlich sowohl buddeln als auch brauen:
maximal rund 400 Liter am Tag. Ein Traum geht in Erfüllung, für etwas mehr als
150 000 Euro Kosten.

Der Kirchardter Gemeinderat hat vergangenen Mittwoch mit grosser Begeisterung die
ungewöhnlichen Pläne von Uwe Kuhn genehmigt. Kuhn will eine bestehende Lagerhalle zu einer
Gaststätte mit Aussenbewirtung umfunktionieren und ganz nebenher den Gästen zeigen, wie
richtiges Bier gemacht wird. Vollmundig soll es schmecken, und keine Einheitsbrühe sein. Im
Grunde ist Bierbrauen wie Suppe kochen, sagt Uwe Kuhn und lacht. Vor wenigen Wochen hat er in
Tirol einen Braukurs gemacht, beim urigen Tennenbräu, und der Bierbrauer Sepp hat ihn viel gelehrt.

Ich will einfach für die Region etwas ganz Besonderes bieten, erklärt Kuhn sein Vorhaben.
Glockenbrunnen soll die Schaubrauerei heissen, wie ein Brunnen zwischen Berwangen und Richen.
Und das Bier nennt Kuhn Bio Glöckchen. Mit seinem Biobiertempel will er Geniesser anziehen, keine
Süchtigen. Das zeigen auch die Preise. Ein Liter wird mindestens drei Euro kosten - und damit
deutlich mehr als die von Uwe Kuhn so sehr gescholtene Sutte der grossen Produzenten. Alles
werde wegen der Haltbarkeit herausgefiltert und pasteurisiert. Bei ihm nicht. Ich lasse die ganzen
Trub- und Nährstoffe drin, sagt er. Also das, was seiner Ansicht nach ein gutes Bier ausmacht.
Sein Frisch- Bier werde zwei Monate haltbar sein, länger nicht. Seine Brauerei sei keine Konkurrenz
zu anderen. Bundesweit gebe es eine Überschaubare Zahl von Biobier-Anbietern.

Eigentlich liegt der Getränke- Handel in der Familie. Seine Vorfahren seien Küfer gewesen, erzählt
Kuhn. Most und Schnaps, damit kannte sich auch Urgrossvater schon gut aus. Seine Angestellten
seien zunächst skeptisch gewesen, als sie von seiner neuesten Idee erfahren haben, aber nicht
umsonst sei sein Spitzname
 Will - I. Wenn er was wolle, mache er das. Seine Vision sei es, den Kunden ein Bier brauen zu
können, das ganz ihrem Geschmack entspreche. Das Handwerk soll im Geschmack spürbar sein,
schwärmt Uwe Kuhn, der von sich selbst sagt, er trinke etwa einen Liter Bier am Tag.

Anfang Januar soll das Sudhaus geliefert und natürlich gleich das erste Bier gebraut werden. Als
wäre das alles nicht genug, denkt Kuhn darüber nach, hinter der Brauerei einen Baggerpark zu
realisieren - auf dem sowohl Kinder als Erwachsene ihrem inneren Verlangen nachgehen können.

Stichwort: Biobier

Im Unterschied zum Produzenten von normalem Bier ist eine Biobier-Brauerei vom Anbau bis zum
Brauverfahren Ökologische Grundsätzen verpflichtet, die strengen Kontrollen unterworfen sind. Die
Basis bilden Hopfen und Malz aus Ökologischem Anbau. Die Erzeuger arbeiten ohne chemische
oder synthetische Pflanzenschutzmittel. Auch das Brauen selbst läuft nach Ökologischen Richtlinien
ab sowohl die Aufbereitung, die Reinigung als auch die Lagerung. Uwe Kuhn aus Berwangen hat das
feste Ziel, eine Zertifizierung des Demeter- Verbandes zu bekommen. Um diese zu erhalten, sind
verschiedene Auflagen zu erfüllen. Ausserdem erfolgt bei Demeter eine staatliche, jährliche
EG-Bio-Kontrolle nach der EG-Bio-Verordnung.

von Adrian Hoffmann, Heilbronner Stimme

www.Stimme.de



12.11.2007 00:00

Al s re gi o n al e s Pr o d uk t b ez ei ch n et W olf g a n g G öt z di e Bi er e, di e d er G et rä nk e G ro ss- un d
Ei nz el h ä n dl er unter der Eigenmarke Kraichgauer führt. Zusammen mit seinem Sohn und Prokuristen Oliver Götz möchte der Geschäftsführer mit den Getränken jenen Trend befriedigen, den sie nach eigenen Angaben ausgemacht haben: Die Kunden orientierten sich hin zu Produkten der Region. Zweiter
Anlass ist die Entwicklung bei den Einzelhändlern. Sogar Discounter stellen Eigenmarken in die
Sortimente, begründen Vater und Sohn. Ihre Biersorten lassen sie von der bayrischen Brauerei zu Wallerstein produzieren, und mit ihren Produkten haben sie Erfolg. Einst nur für eigene Geschäfte
gedacht, sind sie auch bei anderen Händlern vertreten.

Sorge Rauchverbot
Das Jahr ist zufriedenstellend angelaufen, sagt Georg Polster, einer der Geschäftsführer der
Eppinger Privatbrauerei Palmbräu. Trotz des geltenden Rauchverbots in Gaststätten: Nicht etwa die steigende Zahl der Mitbewerber vermiese die Stimmung der Branche, sondern jenes Gesetz setze
der Getränkebranche zu. Eigentlich, denn der Wintermonat Januar war für Palmbräu sehr gut.
Kneipen zählten mittlerweile wieder genauso viele Besucher wie vor dem Gesetz. Einziger
Wermutstropfen: Die Gäste hielten sich kürzer in Kneipen auf. Unterdessen registriere auch
Palmbräu ein Konsumverhalten hin zu heimischen Produkten. Dieser Trend wird sich 854129_0_165590830_7002fortsetzen. Unterstützen könne man dies, wenn Brauer auf die lokale Herkunft der
Rohstoffe verwiesen, sagt
Polster. Das Jahr sei zufriedenstellen abgelaufen sagte Polster.

 

Lokale Rohstoffe Ein ähnliches Regionalkonzept verfolgt Wilhelm Werner, Geschäftsführer der Adlerbrauerei in Zuzenhausen. Eine Entwicklung hin zu heimischen Produkten spüre er. Sie sollte
aber stärker sein, zumal die regionalen Brauereien nicht nur Arbeitsplätze sichern, sondern zugleich die Landwirte in der Region unterstützen. Weil lange Transportwege wegfielen, sei auch die Ökobilanz besser. Ob die höhere Zahl an Anbietern aus dem Kraichgau die Aufmerksamkeit für heimische Biere stärkt, lässt er offen. Für ihn ist klar: Die branchenweite Entwicklung weg vom Gerstensaft sei zu spüren. Der Kraichgau ist keine Insel der Glückseligen.

Wir hoffen, dass es keinen Abbruch für uns bedeutet, sagt Susanne Häffner, Geschäftsführerin des
Bad Rappenauer Häffner Bräu, über die grössere Zahl der Mitbewerber auf dem heimischen Markt.
Kein Bedarf sehe sie, beispielsweise mit neuen Produkten der Konkurrenz entgegenzutreten. Wir
machen weiter wie bisher. Zumal sie damit kürzlich von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft ausgezeichnet wurde.

Jüngster Brauer im Kraichgau ist Uwe Kuhn aus Berwangen, der Biobier abfüllt. Weg vom
Massenprodukt: Deshalb habe er sich für den Schritt entschieden. Erste Verkaufszahlen hätten ihn
positiv überrascht “ doch mehr als die bislang geplanten 200 Hektoliter im Jahr möchte er nicht
brauen. Ich schaue erst mal, was dabei herauskommt. Michael Grimm braut im Badischen Hof
(Sulzfeld) sein Hausbier, das nicht im Handel zu haben ist. Es kommt gut an, sagt der gelernte
Bierbrauer. Konkurrenzdenken gibt es nicht: Mit Blick auf Kuhn sagt Michael Grimm: Ich wünsche
jedem, dass es klappt.

www.Stimme.de

08.03.2008 00:00